Dienstag, 12. Mai 2015

Türen für die Drempelwand






Für unser Haus habe ich in allen Zimmern der oberen Etage Türen für die Drempelwand gebaut um so den Stauraum dahinter ausnutzen zu können.












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Ich höre immerwieder die Frage was denn eigentlich eine Drempelwand sei. Deshalb hier vorab eine kurze Erklärung:
Eine Drempelwand ist eine eingezogene Wand in einer Dachschräge. Die Schräge geht dann nicht bis zum Boden herunter. Man erreicht so im unteren Bereich mehr gerade Wandfläche welche sich besser eignet um Möbel zu stellen.
Es gibt allerdings noch die Möglichkeit, den unteren Bereich direkt mit Möbeln wie z.B. Regalen oder Schränken auszubauen.

Unser Haus ist ein Fertighaus in Holzständerbauweise. Der Haushersteller hat die Aussen- und Innenwännde gestellt, den Ausbau erledigten wir dann in Eigenleistung. So blieb es auch uns überlassen wie wir das mit den Drempelwänden gestalten da diese nur mitgeliefert aber nicht montiert wurden.
Wir haben uns entschieden die Wände einzubauen und den Stauraum dahinter zu nutzen. So habe ich beim beplanken in den einzelnen Räumen jeweils ein bzw. zwei Fächer zwischen den Balken offen gelassen um noch hinter die Wand greifen zu können. So haben wir an Stauraum die gesamte Raumlänge x50cm zur Verfügung. Während der Bauphase habe ich die Öffnungen zunächst einfach mit Spanplatten verschlossen und wie die Wand mit Farbe gestrichen. Es musste ja erstmal fertig werden.
Als wir dann schon einige Zeit im Haus wohnten, ich muss zugeben es waren bereits Jahre vergangen, habe ich mir dann das erste Zimmer vorgenommen.

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Die wichtigsten Punkte welche ich an die Elemente stellte waren, dass sie dicht und verschließbar sein sollten. So entschied ich mich, einen ausgefalzten Rahmen zu fertigen worin die Tür einschlägt. Im Falz wurde ein Dichtband eingeklebt.
Die einzelnen Elemente sind unterschiedlich groß, da sie dem Öffnungsmaß der Balkenabstände an die Wand angepasst sind. Ich habe sämtliche Türen und Rahmen aus Birke Multiplex hergestellt welche mit Klarlack behandelt wurden. So erreichte ich einen passenden Farbton zu den Ahorn furnierten Innentüren.










Der Rahmen wurde stumpf auf Gehrung verleimt da ich zum Zeitpunkt noch keine Lamello Maschine besaß. Zudem wurden sie von jeweils der Ober- bzw. Unterkante zusätzlich verschraubt.
Die Rahmen wurden von innen durch die Ständerbalken festgeschraubt, so sieht man von aussen keine Schrauben. Die Elemente sitzen aussen auf der Tapete auf, ich werde sie aber bei Renovierungsarbeiten noch weiter nach innen versetzen. Dazu werde ich den Gipskarton entsprechend ausschneiden.

Insgesamt bin ich mit dieser Lösung sehr zufrieden. Es schafft sehr viel Platz welcher leicht zugänglich gemacht wird.

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© HolzwurmTom 2015

1 Kommentar:

  1. Hallo Tom,
    eine gute Lösung um auch praktisch Stauraum zu nutzen. Das nachbauen sollte keine Probleme darstellen.
    Guter Beitrag.

    Gruß Patrick

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