Samstag, 11. Juli 2015

Bau einer Terrassenüberdachung - Teil 1







Ich plane schon seit längerem eine Terrassenüberdachung zu bauen.  Heute habe ich dann mit dem Holzbau begonnen.
Im ersten Teil berichte ich über die Planung und die ersten Arbeitsschritte.












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Wie Ihr bereits aus meinem letzten Post herauslesen konntet, habe ich mich die letzten Tage vermehrt damit beschäftigt wie man Holzverbindungen in Balkenbauweise herstellt. Ich habe darüber berichtet, wie ich vorgegangen bin als ich eine Zapfenverbindung hergestellt habe. Hier könnt ihr diesen Bericht noch einmal durchlesen.


Bei meiner Planung war ich etwas hin und her gerissen, und zwar aus dem Grund, dass unsere  Terrasse nicht rechteckig ist sondern abgerundet. So war ich lange am überlegen in welcher Form ich das Dach darüber gestalte. Auch zog ich in Erwägung, den Boden der Terrasse abzuändern entschied mich aber letztendlich dazu, es so zu belassen wie es ist und die Überdachung rechteckig zu bauen. So sind die Punkte der Ständerpfosten jetzt ausserhalb des gepflasterten Bereiches. Den Rasenbereich unter dem Dach werde ich dann noch umgestalten und evtl. mit anderen Pflanzen anlegen.

Es ist bereits drei Wochen her, als ich die Löcher für die Fundamente ausgegraben habe und vor zwei Wochen habe ich dann den Beton gemischt und hineingefüllt. Ich habe mich viel im Internet informiert und bin dann zu dem Entschluss gekommen, dass es wohl das einfachste sei, Beton Estrich in Säcken zu verwenden. Meine Fundamente haben die Maße 500x500x800mm. Ich habe sie etwa 100mm unter der Rasenoberfläche belassen da ich den Bereich später noch etwas umgestalten möchte und ich dann mit Erde auffüllen kann.
Ein Loch für die Sickergrube werde ich zum späteren Zeitpunkt noch ausgraben.

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Zunächst habe ich alles vermessen und mit einer Schnur die Aussenkante abgesteckt. Von dort aus konnte ich die Maße der Fundamente ausmessen.

















Dann konnte mit dem Ausgraben der Löcher begonnen werden. Die Arbeit erwies sich als sehr schwierig da der Boden sehr hart war. Doch zum Glück hatte ich einen motivierten Helfer!








Ein paar Tage später konnte ich dann die Löcher mit dem in der Schubkarre gemischten Estrich ausgießen.


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In der Zwischenzeit konnte ich mich mit einem befreundeten Zimmermann zusammensetzen und die genaue Konstruktion besprechen. Er steht mir immer bei Fragen mit kompetenten Antworten zu rate.

Die Maße für die Überdachung waren dann folgende:
Gesamt Aussenmaß: 5000x4000
Ständer: 120x120
Pfette: 120x200
Wandpfette: 80x160
Sparren: 80x160

Als ich dann das Holz bei mir zu Hause hatte, konnte ich nicht lange warten und musste gleich mit den Arbeiten beginnen. Zuerst habe ich die Ständer grob abgelängt und begonnen, die Zapfen zu schneiden. Anschließend wurde die Fette zugeschnitten und die Position der Ständer ermittelt. Nachdem alles sauber angezeichnet war, habe ich die Löcher ausgestemmt.







War dies erledigt, habe ich die Kopfbänder zu 45 Grad abgelängt. Mit der Tauchsäge habe ich immer von zwei Seiten geschnitten und den Rest dann mit der japanischen Zimmermannssäge abgeschnitten. Den meist kleinen Versatz habe ich dann zunächst mit einem Hobel geglättet und dann mit der Schleifmaschine geschliffen.
Die Kopfbänder mussten zunächst auch an der Schnittseite sauber und gerade sein, da ich diese Kopfkante als Auflage der Tauchsäge benötige um die Schnitte für den Zapfen zu schneiden. Sonst wären diese evtl. schräg oder auch unterschiedlich tief geworden.



Anschließend habe ich wieder den Parallelanschlag an meiner Tauchsäge montiert und auf 40mm ausgerichtet (inkl. Sägeblatt). So bleibt in der Mitte anschließend ein Zapfen von 40mm stehen. Wichtig beim schneiden, das die Säge langsam angesetzt wird und vor allem sicher geführt wird! Achtung, hier besteht Verletzungsgefahr!



Nun habe ich die äusseren Stücke abgesägt und den verbliebenen Zapfen abgeschrägt damit er später ins Loch passt (Siehe angezeichnete Linie auf letztem Bild)


















Nachdem auch die Kopfbänder fertig waren, mussten die Löcher angezeichnet und gestemmt werden.



Da bei den schrägen Teilen die Löcher länger sind als bei den Ständern, konnte ich die Längsschnitte mit der Säge und er Führungsschiene eintauchen. Ein zusätzlicher Balken diente meiner Führungsschiene als eine größere Auflage damit diese nicht abkippt.




Jetzt habe ich mit dem Forstnerbohrer das Material in der Mitte herausgebohrt. und dann das Übriggebliebene herausgestemmt. Mit einem scharfen, möglichst breiten Stemmeisen war dies ein Kinderspiel. Meine Tochter hatte viel Spass, die anfallenden Späne weg zu saugen. Ich möchte hier verdeutlichen, dass Kinder unbedingt einen Sicherheitsabstand einhalten sollten wenn mit Maschinen oder Werkzeugen gearbeitet wird. Kinder können oft die Gefahren nicht richtig einschätzen und könnten leichtsinnig in Gefahrenbereiche eingreifen.





Zum Schluss einmal alles zusammengesteckt - Passt!



Morgen geht's weiter.....



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Lust auf mehr?
Hier geht es zum zweiten Teil der Baudoku.











© HolzwurmTom 2015

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