Sonntag, 23. Juli 2017

Verkleidung für Heizungsrohre im Sockelbereich





In diesem Bericht zeige ich eine Methode, unschöne Heizungsrohre, welche im Sockelbereich auf Putz liegen, stilvoll zu verkleiden.






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Es war noch nicht immer selbstverständlich, dass Häuser moderne Heizungssysteme hatten, wo alle Räume komfortabel mit einem Drehen am Thermostat erwärmt werden konnten. So war es selbst in den 60er Jahren noch üblich, mit Holz einzelne Räume zu heizen oder auch das Brauchwasser zu erwärmen.
Erst später wurden moderne Öl- oder Gas Zentralheizungen, meist in den Kellerräumen eingebaut und das aufwändige Rohrsystem im ganzen Haus verteilt.

Dazu wollte man nicht immer den Boden oder die Wände aufreißen um die unschönen Rohre darunter zu verstecken. So war es oft üblich, die doppelten Leitungen auf den Putz zu legen und gegebenenfalls mit einer Blende zu verdecken.

In diesem Fall wurde ein Raum neu renoviert, und somit sollte dann auch eine schönere Lösung als Rohrverkleidung her, denn vorher waren große Kunststoffverkleidungen angebracht. Diese wurden entfernt und entsorgt.

Die neue Verkleidung sollte nicht aussehen wie eine einfache Blende, sondern zum Boden, den Wänden und somit zum Gesamtbild des Raumes passen.
Da weisse Sockelleisten aktuell sehr modern sind, und auch der Raum zum neuen Boden solche Leisten an den Wänden bekommen sollte, entschied ich mich die Stellblenden ebenfalls in weiß zu halten. Das einfachste war hier eine beschichtete Spanplatte, da diese nicht mehr behandelt werden muss und sie aufgrund der Beschichtung leicht zu pflegen ist.
Diese aufrechten Blenden habe ich zu 14cm breiten Streifen geschnitten., doch bevor sie an der Wand montiert werden konnten, mussten entsprechende Abstandsklötze (18 x 43 mm) an der Wand befestigt werden.
Sie wurde mit einem Schussapparat mit 63mm langen Nägeln und Montagekleber am Putz angebracht. Die unteren Halteleisten wurden direkt in die Estrichplatten eingeschraubt.






Anschließend konnten die vorderen Spanplatten-Blenden, ebenfalls mit etwas Montagekleber und dem Nagler befestigt werden. Dies hat den Vorteil, dass keine großen Schraubenköpfe, sondern nur kleine Punkte der Befestigung zu sehen sind. Im unteren Bereich werden diese aber später durch die eigentliche Sockelleiste verdeckt sodass kaum noch Befestigungsstellen zu sehen sein werden.







Tipp:

Die Platten in den Ecken und anderen Stößen wurde nicht zu 90° abgekappt, sondern in einem leicht abgeschrägten Winkel, damit die Stoßfuge sich dichter zusammenfügt.





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Die Abdeckung wurde aus 18 mm Eiche Leimholzplatten (keilgezinkt) gefertigt. Die Platte wurde zunächst in 8 cm breite Streifen geschnitten und anschließend wurde eine Ecke mit einem Rundfräser gerundet. Dann war erst einmal Schleifarbeit angesagt, denn auch wenn die Platten bereits vorgeschliffen sind, ist dies kaum ausreichend für eine ordentliche Oberflächenbehandlung. 

Zudem musste die Sägekante und selbstverständlich auch die Rundung geglättet werden.
Hier habe ich in drei Schritten bis zur Körnung 240 geschliffen.
An den Stoßkanten wurden die oberen Kanten leicht gebrochen und zudem wurden mit der Mafell DD 40 Dübelmaschine zwei 8 mm Löcher gebohrt, damit die Abdeckstreifen in einer Flucht verlaufen.
Dies habe ich im übrigen auch so mit den aufrechten Spanplatten gemacht. Dort waren es allerdings 4 Löcher pro Stoß.
Runddübel richten die Teile perfekt aus.
Die Ecken der Abdeckung wurde auf 45° abgeschrägt sodass hier eine optisch schöne Verbindung entsteht. Zudem wurden auch hier Dübel verwendet um das Material perfekt aufeinander auszurichten.

Tipp:
Man wird nur sehr schwer erreichen, dass eine Stoßverbindung absolut dicht ist. Eine unschöne kleine Fuge ist die Folge. Betont man diese aber durch eine gebrochene Kante, sieht es umso besser aus.




Insgesamt 13 m Verblendung

Jetzt kann die Eckverbindung zusammengesteckt werden.




Die Eiche-Abdeckungen wurden wieder mit dem Schussapparat befestigt. Hierbei muss unbedingt die Position und die Länge der Nägel bedacht werden, um ein versehentliches Treffen einer Leitung zu vermeiden. Zu den Nägeln wurde ausserdem Weissleim auf die Oberkante der Spanplatte und der Latten aufgebracht.





Nachdem alle Eiche-Streifen befestigt waren,  wurde noch einmal über die Fläche geschliffen um auch eventuelle Unebenheiten der Stöße zu beheben und anschließend der Staub gründlich entfernt. 
Anschließend konnte die Oberfläche zwei mal mit dem Heavy Duty-Öl von Festool behandelt werden.  So ist auch dieses Material optimal geschützt und die Farbe des Holzes kommt schön zur Geltung!

Nun konnte der Laminatboden mit einem gewissen Abstand bis an die weisse Stellstufe heran gelegt, und wie üblich, eine Sockelleiste angebracht werden. Zudem wurde der Wandanschluss mit weissem Acryl versiegelt sodass dieser mit der Wandfarbe mit gestrichen werden konnte. 





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©HolzwurmTom 2017

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